7. Mendelssohntage Aarau 2021

Mendelssohn, Mozart und andere Wunderkinder

Nach den aufgrund der Corona-Pandemie eingeschränkten Mendelssohntagen light 2020 steht in diesem Jahr bereits die siebte Auflage des Aarauer Klassikfestivals auf dem Plan. Die Pandemie lässt sich leider auch in diesem Jahr nicht ganz wegdenken, daher wurde be-schlossen, das Festival auf 4 Tage zu konzentrieren – analog der Anfangsjahre. Aufgrund der zahlreichen Veranstaltungen rund um die Eröffnung der Alten Reithalle Aarau ab Mitte Oktober wurde zudem entschieden, das Festival auf Ende September vorzuverlegen. Dreh- und Angelpunkt des Festivals ist wie in den früheren Ausgaben die Stadtkirche Aarau. Die Mendelssohntage, die in diesem Jahr unter dem Motto «Mendelssohn, Mozart und andere Wunderkinder» stehen, bieten wie gewohnt ein abwechslungsreiches Programm für Jung und Alt, darunter auch viele Gratiskonzerte verteilt in der ganzen Stadt Aarau. Artist in Re-sidence ist der Aargauer Pianist Oliver Schnyder.

 

Zum Programm

Im Jahr 2021 gedenken wir Wolfgang Amadeus Mozarts 230. Todesjahr. Mozarts Lebensgeschichte weist viele Parallelen zu jener von Felix Mendelssohn Bartholdy auf. Sehr früh er-lernten beide das Violin- und Klavierspiel, wurden an den Höfen und den bedeutenden Musikzentren ihrer Zeit gefeiert, reisten für Konzerte durch Europa und komponierten bereits im Kindesalter Werke, die bis heute gespielt werden. Beide waren hochbegabt, musizierten und komponierten mit einer Leichtigkeit, die noch heute ihresgleichen sucht. Da liegt es na-he, frühe Werke der zwei Wunderkinder in das Programm aufzunehmen und die diesjährige Ausgabe unter das Motto «Mendelssohn, Mozart und andere Wunderkinder» zu stellen.

 

Eröffnungskonzert «Wunderkind Mendelssohn»

Die CHAARTS Chamber Artists eröffnen das Festival zusammen mit dem Pianisten José Gallardo und dem Geiger Sebastian Bohren. Auf dem Programm steht unter anderem das Konzert für Violine, Klavier und Streicher d-Moll von Mendelssohn. Der erst 14-jährige Felix komponierte es für die Sonntagskonzerte seines Vaters, die im Berliner Haus der Familie Mendelssohn veranstaltet wurden und sich grosser Beliebtheit erfreuten. 

 

Lunchtimekonzerte

Zum Lunch ins Konzert: Für die Mendelssohntage öffnen die Tore der Stadtkirche gleich zweimal über Mittag. Einmal mit einem virtuosen Streichquartett aus den Reihen des argovia philharmonic, das zweite Mal als Familienkonzert mit Ursula Roth und Dieter Wagner. Eine gute Gelegenheit, den Gang zum Wochenmarkt mit einer heiteren Portion Klassik abzuschliessen. Die Konzerte sind gratis, es wird eine Kollekte erhoben.

 

Schulklassenkonzerte

Viele Monate lang war aufgrund der Pandemie keine Musikvermittlung in den Schulen möglich. Im Rahmen der diesjährigen Ausgabe können die Mendelssohntage nun endlich wieder ausschwärmen und mit Schulklassenkonzerten in Aarau, Wohlen und Möhlin zahlreiche Kinder beglücken.  

 

Neues und Innovatives

Nach den Wettbewerben der letzten Jahre gilt es dieses Jahr, erstmals eine neue Idee umzusetzen: die jährliche Ernennung eines Artist in Residence. Die Mendelssohntage freuen sich ausserordentlich, dafür den Pianisten Oliver Schnyder gewonnen zu haben. Der Aargauer Künstler besitzt eine internationale Ausstrahlung und wird nach seinem Goldberg-Solorezital am 24. September seinen ersten Meisterkurs im Rahmen der 7. Mendelssohntage geben.

 

«Aarau klingt!» – Laien musizieren gemeinsam mit den Profis

Wie bei jeder Ausgabe erhalten auch die Laienmusiker:innen bei den Mendelssohntagen eine Plattform. Gemeinsam mit Musiker:innen des argovia philharmonic erarbeiten sie im Vorfeld des Festivals Werke der Kammermusik und führen diese am 25. September an unterschiedlichen Orten der Stadt auf. Die Konzerte sind gratis, es wird eine Kollekte erhoben.

 

Chorkonzert – wie es die Tradition will

Es ist bereits eine kleine Tradition, dass ein Knabenchor zu den Mendelssohntagen nach Aarau reist. In diesem Jahr ist es der Knabenchor Capella Vocalis aus Reutlingen. Junge, begabte und hochmotivierte Buben singen passend zum Thema der diesjährigen Mendelssohn-tage Werke von Mendelssohn und Mozart.

 

Krönender Abschluss mit dem Oratorium «Betulia liberata»

Das Oratorium «Betulia liberata» komponierte Mozart mit 15 Jahren. Um dieses herausragende und doch selten gespielte Werk in unsere heutige Zeit zu transferieren, wurden die italienischen Texte in Deutsch und in eine zeitgemässe Sprache übertragen. Für diese Neufassung des Librettos konnte der Aarauer Schriftsteller Andreas Neeser begeistert werden. Somit wird das Schlusskonzert der Mendelssohntage mit einer Text-Uraufführung gekrönt. Als Sprecherin konnte die den Aarauern sehr gut bekannte Schauspielerin Barbara Terpoorten gewonnen werden. Dieses Mal nicht aktiv als Kommissarin im «Bestatter», sondern als Judith in Mozarts selten gespieltem Meisterwerk.

 


Zu allen Veranstaltungen werden ausschliesslich Personen mit einem gültigen Covid-Zertifikat und Personalausweis zugelassen. Bitte informieren Sie sich hier ausführlich vor dem Konzertbesuch.